Gabriela Schmoll

Wie man leben soll, weiß der übergewichtige Kunstgeschichte-Student Charlie lediglich aus einschlägiger Ratgeber- und Lebenshilfe-Literatur. Im wirklichen Leben sieht's eher traurig aus: Unbezahlte Rechnungen zwingen zur Annahme unglamouröser Jobs, nach dem Trennung von der Jugendliebe herrscht Flaute im Bett, und bei den Jungsozialisten wird zwar fleißig gekifft, doch Versorgungsposten bei der Partei sind rar. Hilft nur noch tagträumen. Oder Taxifahren. Wird Charlie irgendwann wissen, wie man leben soll?

Die schöne Sophie erbt in einem Tiroler Bergdorf einen magischen Schausteller-Wal und in zieht in dessen wohnzimmerhaftes Inneres.

Albert Wolf ist Nachtwächter in der Österreichischen Galerie. In einer Nacht wird das weltbekannte Werk „Der Kuss“ gestohlen, weswegen Wolf vor lauter Schreck einen Herzinfarkt erleidet. Seine Tochter Isabell begibt sich sofort zu ihm, als sie die schlechten Neuigkeiten erfährt. Albert gesteht seiner Tochter, jahrelang nebenher als Kunstfälscher tätig gewesen zu sein und dass er in einem Versteck das gestohlene Objekt aufbewahrt, das von Gustav Klimt stammt. Somit hat der Dieb also eine Fälschung ergaunert. Leopold von Hohensinn der einer alten Adelsfamilie angehört, will das Kunstwerk wiederfinden, das seiner Familie gehört und hofft mit dem bekannten Gemälde seine geerbten Schulden tilgen zu können.

Kein Wunder, dass Leopoldines Schwiegertochter Marie keine Chance gegen den Hausdrachen hat. Mutter und Freundin hatten sie allerdings davor gewarnt, mit der Schwiegermutter unter einem Dach zu leben. Tatsächlich mischt sich Leopoldine, in deren Augen Marie nichts taugt, permanent ein. Das reicht vom Ordnen der Kosmetikartikel im Bad (nach der Größe) bis zum Bekochen des Herrn Sohn, den sie am liebsten ebenso mit Schnitzeln mästen möchte wie seinen Vater; den hat die Fleischkur allerdings ins Grab gebracht. Das wiederum eröffnet Marie ganz neue Möglichkeiten, denn der Schwiegervater hatte einst Trost bei Blumenhändlerin Rosa gefunden und mit ihr einen Sohn gezeugt. Der einfühlsame Georg ist das genaue Gegenteil seines Halbbruders, eines Piloten, den Marie auch noch des Seitensprungs überführt. Und da Vater Franz seine Villa mitnichten der Gruselgattin, sondern der Jugendfreundin vermacht hat, sitzt Marie im Konflikt mit Leopoldine am längeren Hebel...

Österreich, eine Kleinstadt voller Trauernder. Da wäre Andreas, der zusammen mit Tochter Yvonne die bei einem Unfall verstorbene Ehefrau Manu vermisst. Oder Teenager Kai, der den Tod der lange vor seiner Geburt vergewaltigten und ermordeten großen Schwester nicht verwinden kann. Die Schülerin Patricia sucht ihr Seelenheil nach dem gewaltsamen Tod der Eltern in den schwarzen Künsten, während die pummelige, in den älteren Polizisten verliebte Belinda oder die Kindergärtnerin Andrea erfolglos ihre Traummänner anhimmeln.

Um seine Stadt Braunschlag vor dem Bankrott zu retten, beschließt der Bürgermeister, eine Marienerscheinung vorzutäuschen. Diese schwarzhumorige Farce dreht sich um Gier, Korruption, Kirchlichkeit und Alkohol.

Wo auch immer in der Umgebung jemand stirbt, da sind sie nicht weit: Gaby Dohm, Adele Neuhauser, Brigitte Kren und Martina Poel sind die Titelheldinnen der ORF-Krimiserie „Vier Frauen und ein Todesfall“ nach einer Idee von Wolf Haas und Annemarie Mitterhofer. Das verschworene Damenquartett wittert hinter jedem Todesfall ein Verbrechen und wird detektivisch aktiv. Das Erfolgsduo Uli Brée und Rupert Henning verfasste die Drehbücher zu zehn skurrilen Krimiabenteuern made in Austria, die Harald Sicheritz, Wolgang Murnberger und Andreas Prochaska in Szene setzten.

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