Ich war zuhause, aber

DE, Serbien, 2019

Drama

Einer aleinerziehenden Frau fällt es immer schwerer zu akzeptieren, dass ihr 13jähriger Sohn ein eigenes Leben führt.

Min.105

Start11/07/2019

Astrids 13-jähriger Sohn Phillip kehrt wortlos zurück, nachdem er für eine Woche verschwunden war. Mutter und Lehrer*innen mutmaßen, dass sein Verschwinden mit dem Verlust des Vaters zusammenhängen könnte. Nur allmählich kommt der Alltag wieder in Gang. Die Fragen, mit denen sich Astrid konfrontiert sieht, lassen sie anders auf ihr bürgerliches Leben und ihren Beruf im Berliner Kulturbetrieb blicken. Auch ihre Auffassung von Kunst verändert sich. Zu Hause fällt es der alleinerziehenden Frau immer schwerer zu akzeptieren, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt. Dann kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen Sorge, Versagen und Schuldgefühlen, verliert Astrid die Nerven. Aber Phillip und seine kleine Schwester wenden sich nicht von ihr ab. Das Familiengefüge zerfällt, um sich neu zu bilden.Die Kamera tritt stets einen Schritt zurück, gibt Mutter und Kindern den Raum und die Zeit, ihre Gefühle wieder- und anders zu entdecken. Diese Szenen werden eingerahmt von den Proben einer Schulklasse zu Shakespeares „Hamlet“, dem Kauf eines kaputten Fahrrads und weiteren, losen Handlungssträngen, die wechselseitig Widerhall finden.

(Berlinale 2019)

  • Schauspieler:Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski, Lilith Stangenberg

  • Regie:Angela Schanelec

  • Kamera:Ivan Marković

  • Autor:Angela Schanelec

  • Musik:Rainer Gerlach

  • Verleih:Stadtkino Filmverleih