Genre: Stummfilm

Am Vorabend des Ersten Weltkriegs reist ein preußischer Offizier inkognito durch Kanada. Er verschaut sich in eine junge Frau, die am nächsten Tag heiraten soll. Dann bricht der Krieg aus.

Mit diesem dramatisierten Bericht über Deutschland im Gefolge der Hyper-Inflation von 1923 - dem einzigen Werk, das er außerhalb Amerikas drehte - kehrte D. W. Griffith zu den Motiven von A Corner in Wheat (1909) zurück.

Maurice Tourneur, einer der großen Piktorialisten des Stummfilms, ist heute weniger bekannt als sein Sohn Jacques (Cat People). Nach einigen Lehrjahren in Frankreich entwickelte er einen markanten lyrischen Stil, mit deutlicher Präferenz für Atmosphäre statt Action, kulminie­rend in seiner gefeierten Version von The Last of the Mohicans (1920).

Eines der filmisch avanciertesten Werke der frühen 1910er Jahre und zugleich ein Vorbote des klassischen amerikanischen Gangsterfilms.

Am Höhepunkt seines Ruhms nach Birth of a Nation und Intoler­ance hatte D. W. Griffith das Glück, sein Weltkriegsmelodram Hearts of the World unmittelbar nach der US-Intervention gegen Deutschland in London uraufführen zu können.

Ein Kammerspiel von besonderer Dichte, stimmig, bis ins kleinste Detail. Auf der einen Seite die pulsierende Metropole, auf der anderen Seite die beschauliche Provinz, dazwischen ein Schienenstrang, der nicht nur die Orte und Sehnsüchte verbindet, sondern auch die Handlung vorantreibt. Die Frau des Bahnwärters leidet unter der kleinbürgerlichen Enge und sehnt sich nach dem mondänen, abwechslungsreichen Leben der Großstadt, das sie nur aus Illustrierten kennt.

Diese Liebe steht unter keinem guten Stern. Ein alter, kränkelnder Graf umwirbt die Tochter seines Gärtners, doch diese liebt heimlich den jüngeren Bruder des Landaristokraten. Vom Pfarrer durch eine bildlich umgesetzte allegorische Erzählung ermutigt, hält der Lebensmüde um die Hand der Gärtnerstochter an, worauf die vom Vater bedrängte Tochter einwilligt. Doch weder sie noch ihr Schwager sind der Sehnsucht zueinander gewachsen.

Als man, internationalen Vorbildern folgend, in Österreich um 1920 die Namen bekannter Filmschauspielerinnen um den Nimbus der bislang auf der Opernbühne beheimateten »Diva« erweiterte, fand man in Carmen Cartellieri eine ideale Repräsentationsfigur dafür.

Statt sich der Staatsgeschäfte zu widmen, zieht es den schon etwas in die Jahre gekommenen Erzherzog zu den Ballettproben ins K. k. Hof-Operntheater. Umringt von jungen Elevinnen, fühlt er sich sichtlich pudelwohl. Mit Augenaufschlag, süffisant-doppelbödigem Grinsen und wohlwollendem herrschaftlichem Nicken begutachtet er die bauschig kurzberockten jungen Tänzerinnen - seinerseits von eifersüchtig-bösen Blicken seiner Favoritin, der schon etwas gealterten Primadonna, gestraft.

Im zweite Film des wahrscheinlich innovativsten Regisseurs des dänischen Stummfilms erzählt Benjamin Christensen (HÄXAN ) die Geschichte eines unschuldig verurteilten Mannes, der nach fünfzehn Jahren Gefängnis Vergeltung sucht.

Eine Geschichte aus dem jüdischen Shtetl über Vergehen, Religion im Alltag, Liebe und Wunder mit der jungen Lilian Harvey.

Gruber & Turnheim: Keatons Kurze

— Gruber & Turnheim: Keatons Kurze

Gags und Stunts wie im Zeichentrickfilm, Verfolgungsjagden und Drama wie im Filmepos, verdichtet in jeweils nur rund 20 Filmminuten. Insgesamt 19 dieser Meister-Miniaturen sind in Buster Keatons Film-Werksatt entstanden.

Die Kuratorinnen der Filmreihe Cento Anni Fa haben sich entschieden, den Fokus auf die Komödie zu legen und begründen das mit dem subversiven Potenzial dieses Genres.

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