Coming-of-Age- & Teenie-Komödien auf Netflix

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Film-Tipps
06/28/2019

Die besten Highschool-Liebesfilme auf Netflix

Das sind die besten Teenie- und Highschool-Komödien zurzeit auf Netflix.

von Erwin Schotzger

Coming-of-Age, ob Drama oder Komödie, ist neben Superhelden und Mystery ein beliebtes Genre auf Netflix. Dabei bedient der Streaming-Gigant mit Serien wie "Stranger Things", aber auch mit Jugendserien wie "The End of the F***ing World", "On my Block" und "Lost in Space" gekonnt die Nostalgie älterer Zielgruppen ohne junge Zielgruppen aus dem Auge zu verlieren. Aber neben den Serien hat Netflix auch bei den selbst produzierten Filmen ein Faible für romantische Teenie- und Highschool-Komödien gezeigt. Wir haben uns angesehen, was Netflix in diesem Genre bei Spielfilmen zurzeit zu bieten hat.

 

Sixteen Candles – Das darf man nur als Erwachsener (1984)

"Sixteen Candles" ist ein 80er-Jahre-Klassiker im Genre des romantischen Teenage-Dramas: Molly Ringwald spielt die genau 16-jährige Samantha, deren Familie im Trubel rund um die Hochzeit ihrer älteren Schwester auf ihren Geburtstag vergisst. Außerdem hat sie – wie sollte es anders sein – auch noch Liebeskummer. Doch an ihrem Geburtstag kommt dank dem liebestollen Nerd Farmer Ted (Anthony Michael Hall) Bewegung in Samanthas Liebesleben.

Obwohl "Sixteen Candles" als Paradebeispiel für Teenie-Liebesfilme aus den 80er-Jahren gilt (die kurze Hosentaschen-Szene wird sogar in "To all the Boys I've loved before" zitiert), ist der Film gar nicht gut gealtert. Der Humor wirkt altmodisch und klischeehaft, der Plot ist für heutige Verhältnisse ziemlich langatmig und ohne echte Höhepunkte. In der Kategorie "80er-Jahre " würden wir daher eher zu Filmen wie "Der Volltreffer" (1985) und "The Breakfast Club" (1985) greifen, die auch heute noch sehenswert sind.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Footloose

Footloose (2011)

Aber hängen wir nicht zu sehr der Vergangenheit nach. Die Klassiker im Netflix-Repertoire liefern wir weiter unten nach. Mit der Neuverfilmung von "Footloose" (1984) aus dem Jahr 2011 haben wir außerdem den perfekten Film für den Fast-Forward-Sprung ins 21. Jahrhundert: Die legendäre Rolle von Kevin Bacon, die zumindest im Marvel-Universum in der gesamten Galaxie Berühmtheit erlangt hat, übernimmt hier Kenny Wormald. Der Großstadt-Rebell bringt im konservativen Kaff Bomont, wo öffentliche Musik für Jugendliche ebenso verboten ist wie Tanzen, den Konflikt zwischen den Generationen zum Kochen. Nicht das Original, aber trotzdem gut – und die einzige Version auf Netflix.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: To all the Boys I've loved before

To all the Boys I've loved before (2018)

Diese gelungene Verfilmung des gleichnamigen Jugendromans von Jenny Han ist das erste Netflix-Original in dieser Liste: Mit dem ruhigen Highschool-Leben der eher introvertierten Lara Jean (Lana Condor) ist es vorbei, als fünf ihrer Liebesbriefe an ihre Adressaten verschickt werden. Das war so nicht geplant! Denn die Briefe hat Lara Jean nur für sich selbst geschrieben. Noch dazu war einer der angehimmelten Adressaten bis vor kurzem der Freund ihrer großen Schwester. Schadensbegrenzung ist angesagt. Lara Jean lässt sich daher zu einem gewagten Ablenkungsmanöver überreden: eine Fake-Beziehung mit Peter Kavinsky (Noah Centineo), der so seine Ex eifersüchtig machen will.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Sierra Burgess is a Loser

Sierra Burgess is a Loser (2018)

Der nächste Netflix-Film basiert wieder auf einer Literaturvorlage, wenn auch nur lose. Es handelt sich um eine gekonnte Adaption von Cyrano de Bergerac in das Zeitalter von Textnachrichten via SMS und WhatsApp: Die selbstbewusste Sierra Burgess (Shannon Purser) schert sich eigentlich nicht darum, was andere von ihr denken. Auch die hinterhältige Schönheit Veronica (Kristine Froseth) kann sie mit ihren Sprüchen über ihr Aussehen nicht aus der Ruhe bringen. Das ändert sich allerdings als sie eine Textnachricht von ihrem Schwarm Jamey (Noah Centineo) bekommt. Er glaub nämlich mit Veronica zu texten. Sierra spielt mit. Auf Textbasis sind die beiden Teenies voll kompatibel. Als Jamey mit Sierra telefonieren will, sieht sie keinen anderen Ausweg als das fieseste Mädchen an ihrer Schule um Hilfe zu bitten.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: The Kissing Booth

The Kissing Booth (2018)

Und weil wir schon dabei sind gleich die nächste Netflix-Produktion im Teenie-Genre: Elle Evans (Joey King) und Lee (Joel Courtney) sind beste Freunde seit sie am selben Tag im selben Krankenhaus zur Welt gekommen sind. Elle hatte bisher noch nie einen Freund und ist heimlich in Lee's großen Bruder Noah (Jacob Elordi) verknallt. Der Draufgänger ist der beliebteste – und aufgrund seiner regelmäßigen Prügeleien auch berüchtigtste – Typ an der Schule. Er sieht Elle als seine kleine Schwester und hält Jungs von ihr fern. Das passt ihr gar nicht. Im Rahmen einer Spendenaktion an der Schule organisieren Elle und Lee eine Knutschbude: Ein Kuss für einen Dollar. Damit die Aktion ein Erfolg wird, muss Noah unbedingt als Küsser mitmachen.

 

The Perfect Date (2019)

Noah Centineo ist inzwischen beinahe so etwas wie ein Netflix-Romeo, der schmelzende Teenie-Herzen garantiert. Nach "To all the Boys … " und "Sierra Burgess …" ist "The Perfect Date" schon seine dritte romantische Komödie von Netflix. Diesmal steht er selbst im Mittelpunkt (bisher war er ja immer nur das Love Interest der weiblichen Hauptfiguren): Brooks Rattigan (Centineo) ist ein eher guter, aber kein sehr guter Schüler. Karriere und Statussymbole sind ihm wichtig. Er will es unbedingt auf die Elite-Uni Yale schaffen. Da der Job im Burger-Laden nicht genug einbringt, bietet er einem reichen Schnösel an, gegen Bezahlung mit seiner Cousine Celia (Laura Marano) auszugehen. Das funktioniert so gut, dass er das perfekte Date zur Geschäftsidee ausbaut: Sein Freund programmiert ihm eine App und schon kann er sich vor Dates nicht mehr retten – und der Rubel rollt!

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Ich und Earl und das Mädchen

Ich und Earl und das Mädchen (2015)

Weiter geht's mit einer berührenden Tragikomödie basierend auf dem gleichnamigen Buch (mit dem reimenden Originaltitel: "Me and Earl and the Dying Girl") von Jesse Andrews: Greg (Thomas Mann) will auf der Highschool bloß nicht auffallen. Einfach Augen zu und durch, ist seine Devise. Von sozialen Kontakten hält er nicht viel. Sein einziger Freund ist Earl (RJ Cyler), mit dem ihm sein Hobby verbindet: Die beiden Freunde drehen gerne Kurzfilme. Zwangsläufig kreuzen sich seine Wege mit der krebskranken Rachel (Olivia Cooke). Sie hat erst kürzlich von ihrer Erkrankung erfahren und kann auf Mitleid verzichten. Aber als Greg gesteht, dass er von seiner Mutter gezwungen wird, mit ihr Zeit zu verbringen, ist das für sie ok.

 

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014)

Noch eine "Sick Teen Romance", die tragische Variante der romantischen Komödie: Die 16-jährige Hazel (Shailene Woodley) leidet an Schilddrüsenkrebs. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie den an Knochenkrebs erkrankten "Gus" (Ansel Elgort) kennen. Beide haben den gleichen schwarzen Humor und finden einander sofort sympathisch. Sie empfehlen einander ihre Lieblingsbücher. Das Buch von Hazel über ein krebskrankes Mädchen hat ein offenes Ende, aus dem nicht hervorgeht, ob die Hauptfigur gestorben ist. Gus nimmt mit dem zurückgezogen lebenden Autor Kontakt auf und reist gemeinsam mit Hazel nach Amsterdam, um ihn dort zu besuchen. Eine Reise, die das Leben der beiden verändern wird. "The Fault in Our Stars", so der Originaltitel, basiert auf dem gleichnamigen Jugendroman und Bestseller von John Green.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Vielleicht lieber morgen

Vielleicht lieber morgen (1999)

Das Subjekt der jugendlichen Begierde ist hier Emma Watson: Charlie (Logan Lerman) ist neu an der Highschool und hat es nicht leicht. Er hat den Selbstmord seines besten – und einzigen – Freundes noch nicht verdaut. An der neuen Schule freundet er sich mit Sam (Watson) und ihrem Bruder Patrick (Ezra Miller) an. Bald verliebt sich Charlie in Sam, was – wie das mit der Liebe in diesem Alter wohl so ist – wieder zu neuen Troubles führt.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Einfach zu haben

Einfach zu haben (2010)

Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Dieser Spruch wird zum Lebensmotto der anfänglich unauffälligen Olive (Emma Stone) als sie einem Freund dabei hilft, scheinbar seine Unschuld zu verlieren. Fortan ist sie die erste Adresse für schüchterne Mauerblümchen und Spätzünder. Olive "faked sie alle ins Paradies". Plötzlich steht sie im Rampenlicht, aber ihr eigener Ruf wird dadurch nicht gerade besser. Bald ist sie als billiges Flittchen verschrien und die Sache wächst ihr über den Kopf. Wie das mit Fake-News eben so ist.

 

Candy Jar (2018)

Was sich liebt, das neckt sich. Daher ist auch ziemlich klar, wohin die Reise in "Candy Jar" geht. Aber das macht nichts, denn schließlich ist – wie immer bei der Liebe – der Weg das eigentliche Ziel: Lona Skinner (Sami Gayle) und Bennett Russell (Jacob Latimore) kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie sich mögen. Im Debattierclub der Schule sind sie erbitterte Rivalen. Doch als es um die Meisterschaften geht und darum auf die gewünschte Universität zu kommen, müssen die Rivalen zusammenarbeiten. Was soll's: Augen zu und durch. Danach gehen sie ohnedies getrennte Wege. Bennett will nach Yale, Lona nach Harvard. Doch als Team zusammengespannt stellen die Streithähne fest, dass Gegensätze auch ziemlich anziehend sein können.

 

The Art of Getting By (2011)

George Zinavoy (Freddie Highmore) ist ein Klugscheißer. Wenn es darum geht, sich mit möglichst wenig Aufwand durch Schule und Alltag zu manövrieren, hat er immer eine altkluge Ausrede parat. Hausübungen sind nicht sein Ding, aber irgendwie hat er es trotzdem in die Abschlussklasse an der Highschool geschafft. Hinter seiner Klugscheißer-Fassade ist George aber sehr unsicher. Das zeigt sich auch als er Sally (Emma Roberts) kennenlernt. Freundschaft oder Liebe? Entscheidungen sind wie Hausübungen nicht sein Ding. Doch irgendwann ist Schluss mit Durchmogeln. Als die Lage mit Sally und den Hausübungen eskaliert und es auch zuhause Probleme gibt, muss George endlich Stellung beziehen.

 

Wild Child (2008)

Die 16-jährige Poppy Moore, gespielt von Emma Roberts (der Nichte von Julia), ist eine reiche Teenager-Göre, die ihren Vater den letzten Nerv raubt. Mit einer exzessiven Party überspannt sie den Bogen. Daddy steckt die ungezogene Tochter in ein Elite-Internat im fernen England. Dort zickt Poppy aber ungeniert weiter und versucht durch ihr unmögliches Verhalten einen Rauswurf zu erzwingen. Aber sie hat die Rechnung ohne die geduldige Direktorin gemacht. Doch dann findet Poppy doch noch Gefallen an England – oder um genau zu sein: an Freddie (Alex Pettyfer), dem Sohn der Direktorin. Damit macht sie sich aber nicht nur bei der Direktorin unbeliebt, sondern auch bei der intriganten Schulsprecherin Harriet (Georgia King), die auch ein Auge auf Freddie geworfen hat.

 

Tall Girl – Wie Jodi über sich hinauswuchs (2019)

Jodi (Ava Michelle) ist 16 Jahre jung, aber schon knapp 1,90 Meter groß. Das macht das Leben auf der Highschool nicht gerade leichter. Abgesehen von den blöden Bemerkungen über ihre Größe, vor allem durch ihre ehemalige Kindergartenfreundin Kimmy (Clara Wilsey), hat es Jodi auch in Sachen Liebe schwer. Jungs machen eher einen Bogen um das übergroße Mädchen. Nur ihr bester Freund Jack (Griffin Gluck) ist schon ewig in Jodi verknallt, aber eben nicht ihr Typ. Doch dann taucht der hochgewachsene schwedische Austauschschüler Stig (Luke Eisner) in der Schule auf. Und plötzlich steht Jodis Leben Kopf.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Girls Club

Girls Club – Vorsicht bissig! (2004)

Cady (Lindsay Lohan), die Neue an der Schule, tut sich in "Girls Club" nicht schwer Anschluss zu finden. Zuerst freundet sie sich mit den Nerds an, doch dann findet sie doch Gefallen daran, zur übercoolen Mädchen-Clique der "Plastics" zu gehören. Das bedeutet natürlich: Zickenkrieg!

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Clueless

Clueless (1995)

Die Highschool-Komödie mit Alicia Silverstone ist eine adaptierte Version des Romans "Emma" von Jane Austen. Der Film machte sich Mitte der 90er-Jahre über US-Jugendserien im Fernsehen lustig und wurde dann aufgrund des kommerziellen Erfolges selbst als TV-Serie ("Clueless – Die Chaos-Clique") adaptiert.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Jessica Darling's It List

Jessica Darlings It List (2016)

Eigentlich hat sich ja Jessica Darling keine Sorgen über ihr Leben auf der Highschool gemacht. Das ändert sich am Tag vor ihrem ersten Schultag, denn ihre ältere Schwester sieht das ganz anders. Die an der Highschool sehr beliebte Bethany hinterlässt ihrer kleinen Schwester eine "It-List" bevor sie sich in Richtung Universität verabschiedet. Diese "To-Do"-Liste, um an der Highschool zu den Coolen zu gehören, setzt Jessica gehörig unter Druck. Auch dieses Netflix-Original basiert auf einer gleichnamigen Literaturvorlage.

 

Teenie-Komödien auf Netflix: Ferris macht blau

Ferris macht blau (1986)

Zum Abschluss noch einmal ein Film aus den 80ern: "Ferris macht blau" genießt im Genre der "kurzweiligen Highschool-Komödie" einen ähnlichen Kultstatus wie "The Breakfast Club" im Bereich des "tiefgründigen Highschool-Dramas". Der Film ist auch nicht ganz so gut gealtert wie "Breakfast Club" oder "Der Volltreffer", bleibt aber dennoch ein Genreklassiker.